Musikzauber 2019 mit Akkordeon & Mundharmonika

„Music“ von John Miles mit Mundharmonika, geht das? Ja, das geht – im Klangraum der katholischen Kirche, wie die Zuhörer beim Musikzauber des Akkordeonorchesters Tennenbronn erleben konnten. Kontrastreich und kurzweilig verlief das Konzert, mit abwechslungsreicher Stückeauswahl und unterschiedlichen Instrumenten der beiden ausführenden Gruppen.

Das gastgebende Akkordeonorchester eröffnete mit dem Werk „2012“ von Ian Watson, der sich beim Komponieren von den Olympischen Spielen 2012 in London inspirieren ließ. Von der Insel ging es daraufhin nach Frankreich – mit dem wunderschönen Walzer „Sous le ciel de Paris“, bevor der berühmte Song „Best that you can do“ aus der Filmkomödie „Arthur“ erklang.  

Bei „Music“ denkt man an wuchtige Melodiefolgen. Dass es auch anders geht, bewies das Ensemble „Jam Harmonica“ aus Trossingen. Mit Mundharmonika, Chromonica und Bass-Mundharmonika brachten die jungen Talente den Titel auf eine ganz besondere Weise zu Gehör. Begleitet wurden sie am Akkordeon von ihrer Leiterin Monika Kohler. Bei den zarten Tönen des Ensembles in „Amazing Grace“ konnte man anschließend einfach nur dahin schmelzen….

„Rocking Affair“ war kürzlich in aller Ohren, die anspruchsvolle Titel-Melodie der SWR1-Hitparade wurde vom Orchester nochmals in Erinnerung gebracht. Dann nahmen die Spieler Segel auf mit der „Black Pearl“ bei den bekanntesten Filmmelodien aus „Fluch der Karibik“. Und danach, quasi zur Entspannung und mit Fingerschnipsen, spielte das Orchester den aktuellen Popsong „Señorita“, den die Dirigentin Sabrina Latus kürzlich für Akkordeonorchester arrangiert hat.

Dann kam der Titel, mit dem sich „Jam Harmonica“ den ersten Preis beim World Music Festival in diesem Jahr in Innsbruck erspielt hatte: „Tango Fantasy“ von Hans-Günther Kölz. Beeindruckend präzise erklang das Stück, das vom Ensemble meisterhaft vorgetragen wurde.   Und auch, quasi zur Entspannung, erklangen mit viel Gefühl „For the largest time“ von Billy Joel und „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley, diese Melodie animierte die Zuhörer spontan zum Mitsummen.  Das Publikum ließ das Ensemble nicht ohne Zugabe von der Bühne – es folgte „Arlecchino“ von G.P. Reverberi.

Dann hieß es mit dem Orchester „Swing with Robbie Williams“ – ein Medley aus seinem Album „Swing When You’re Winning“. Diese Titel stellen naturgemäß hohe Anforderungen an die rhythmischen Fähigkeiten der jeweiligen Interpreten. Die Dirigentin verstand es, die typisch swingenden Rhythmen präzise aus dem Orchester heraus zu locken.  Zum Abschluss des vielseitigen Konzerts folgte nochmals ein Stück im Dreivierteltakt: „Irish Summer“.  

Unterstützt wurden die Orchesterspieler von Robin Schmidt am Klavier und Akkordeon sowie Sebastian Lang am Schlagzeug. Mit Dankesworten an die beiden sowie an Dirigentin Sabrina Latus und an das aufmerksame Publikum verabschiedete sich Sprecherin Miriam Kneidl, bevor noch eine Zugabe aller Musiker erklang: „Simply the Best“ von Tina Turner.

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